A.R. Penck, geboren 1939 in Dresden Der bis 1960 in Dresden lebende, dort zu den bekanntesten inoffiziellen DDR-Künstlern gehörende und 1980 in den Westen ausgereiste Penck gelangt im Laufe der achtziger Jahre zu Weltruhm. Von Beginn an geht es dem Künstler um die rationale Bewältigung der Wirklichkeit. Dabei setzt er sich aus kritischer Perspektive mit der soziokulturellen und politischen Problematik der Systeme in Ost und West auseinander, um konstruktive „Systeme“ und „Weltbilder“ zu erfinden. Auch nach Mauerfall und Wiedervereinigung bleibt dieser engagiert-konstruktive Grundzug erhalten. Formal findet Penck in der traditionellen Ikonographie nicht die angemessene Sprache, um diesen schwierigen Anforderungen gerecht zu werden. Infolgedessen entwickelt er seine eigene Bildsprache: Er geht zurück in die Archaik. Seine Bild-Zeichen setzen sich aus unterschiedlichen Schriftsystemen, wie Runen und Buchstaben, piktogrammhafter Höhlenmalerei sowie geometrischen und mathematischen Symbolen zusammen. |