Nigel Hall – Transformationen in Raum und Zeit

27. Mai – 12. Juli 2004

Galerie Scheffel
Ferdinandstr. 19
61348 Bad Homburg

Öffnungszeiten:
Galerie Scheffel 27. 5. – 12. 7. Di - Fr 14 - 19 h, Sa 11 - 15 h
Kunsthalle Mannheim  13. 6. – 12. 9. Di - So 11 - 18 h


Die zur Zeit zu sehende Ausstellung in der Galerie Scheffel in Bad Homburg zeigt die neueren Arbeiten eines der wichtigsten englischen Künstler der Gegen-wart, des Bildhauers Nigel Hall. Die Vernissage, die am 27. Mai stattfand, wurde von Dr. Rolf Lauter, dem Direktor der Kunsthalle Mannheim eröffnet, der auch den Text zu dem zur Ausstellung erscheinenden Katalog verfasst. Der Künstler und seine Frau waren anwesend und für die zahlreichen Gäste der Vernissage blieb der Abend als ein außergewöhnliches kulturelles Ereignis in Bad Homburg im Ge-dächtnis. Die Ausstellung läuft parallel zu einer Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim, die am 13. Juni eröffnet wurde.

Das Œuvre von Nigel Hall setzt sich mit den grundlegenden Fragen der Bild-hauerei auseinander: dem Bezug von Innen und Außen, von sich öffnenden und schließenden Räumen, den Qualitäten von Licht und Schatten und der Erfahrung von Leichtigkeit und Schwere. Die Galerie Scheffel zeigt Skulpturen, Wandreliefs und Zeichnungen des Künstlers. Die Reliefs, präzise gearbeitete, feine Holzplasti-ken aus heller Birke, bestehen aus runden oder ovalen Formen, die häufig von pa-rallel verlaufenden Querstreben durchzogen werden. Es sind konische, trichterar-tige Formen, die sich in Richtung des Betrachters hin öffnen, oder den von ihnen umschlossenen Raum verbergen. Ihnen zugrunde liegen konkrete Erfahrungen des Künstlers: Wanderungen durch bestimmte Landschaften, Beobachtungen von Naturphänomen, wie Sonnenauf und –untergang, oder besondere Musikstücke. Immer aber werden diese konkreten Erlebnisse übersetzt in eine abstrakte künst-lerische Formensprache, die nichts illustriert, sondern mit einfachen klaren Ele-menten Empfindungen umsetzt.

Die Zeichnungen Halls entstehen unabhängig von den Plastiken und bilden einen eigenständigen Bereich seines künstlerischen Schaffens. Es sind großfor-matige Kohlezeichnungen, die – ähnlich wie die dreidimensionalen Arbeiten – we-nige wesentliche Formen und grafische Elemente mit einer spielerischen Leichtig-keit ins Blatt setzen.

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